Digi-News - Neues aus der Netz-Szene
Doreen Hansen

Was hat denn Helge Schneider gegen seinen Hitler?

Helge Schneider in der Rolle des "Führers". Mehr als 300.000 Besucher sahen "Mein Führer". Das ist schlecht für Helge.

Katzeklo- und Käsebrot-Sympathisant Helge Schneider wird böse, wenn er an seine Hauptrolle in Dani Levys Hitlerfilm erinnert wird. Anfangs hüpfte er noch eifrig mit stummeligen Bärtchen und Klatschfrisur vor der Kamera herum, doch jetzt - kurz vor der Uraufführung - distanziert er sich von dem Klamauk und bezeichnet das Drehbuch als "mau". Der Schweizer Boulevardzeitung 'Sonntagsblick' erzählt Helge, dass der Film von Levy neu geschnitten und dadurch unschön verändert worden sei: "Beim Schnitt ist die Aussage der Geschichte im Nachhinein verändert worden. Jetzt gefällt mir der Film nicht mehr (..)

Ich bin davon nicht mehr überzeugt, kann über Hitler nicht mehr lachen." "Der Fokus war ursprünglich auf Hitler. Jetzt ist er mit aller Gewalt auf der jüdischen Geschichte. Es geht nur noch darum, wie Hitler gesehen werden soll: Nämlich als Schwächling. Das ist mir zu profan. (...) Ich hätte mir gewünscht, dass der Film anders wird." Der Grund für Regisseur Levys Tat war, dass die ursprüngliche Version bei einer Testvorführung sehr schlecht abgeschnitten habe: "Die Leute, es waren fast 400, waren entsetzt.

Die hatten das Gefühl, Hitler sei die Stimme des Films", erklärte Schnippel-Levy der FAZ. Dani Levys umstrittene Hitler-Satire „Mein Führer“ mit dem Komiker Helge Schneider in der Titelrolle hat es auf Anhieb an die Spitze der deutschen Kinocharts geschafft. Der Besucherschnitt pro Kopie ist sehr gut: „In jedem Kino wurden über 1000 Eintrittskarten für "Mein Führer" verkauft. Darüber freuen wir uns natürlich sehr“, hieß es am Montag in Berlin.

Die Produktionsfirma X-Filme, die die Hitler-Parodie herausgebracht hat, zeigt sich sehr zufrieden über das rege Publikumsinteresse. Rund 250 Kopien sind im Umlauf. Für mehr als 1000 verkaufte Karten pro Kino am Startwochenende gibt es nun den "Bogey", den Boxoffice Germany Award.



Was hat denn Helge Schneider gegen seinen Hitler?